Ich habe sie gesehn!

By 05:35

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich den Samstag letztes Wochenende ganz faul am Strand verbracht habe, wir waren am Bondi, nach Manly habe ich es leider nicht geschafft, weil ich zu spaet aufgewacht bin, ging es am Sonntag frueh um 7 Uhr los in den Featherdale Wildpark und in die beruehmten Blue Mountains, einem Nationalpark ein Paar Stunden von Sydney entfernt, fuer Australier quasi right around the corner. Wir hatten eine Tour bei Colourful Trips gebucht, da wir durch unsere Praktikumsagentur hier vor Ort Prozente bekommen haben. Der Preis blieb trotzdem relativ happig, bei rund 100 Dollar. Theoretisch kann man fuer fast umsonst mit der Opal Card an Wochenenden mit dem Zug dahin fahren, vielleicht werden wir das nochmal machen, fuer das erste Mal wollten wir aber mit einem Guide hin. Ausserdem waren Mittagessen und Eintritt in den Featherdale Park mit inbegriffen, was ich eigentlich okay finde. Der Guide, namens Ronnie, hat uns puenktlich an der Kings Cross Station abgeholt und zusammen mit einem deutschen Maedchen und einer Gruppe von chinesischen Kindern, ich weiss nicht genau ob es eine Klasse war(?), ging es in den Featherdale Park. Meine Vorfreude war gross, denn in diesem Park sollten sie fast alle australischen Tiere, die man so kennt, haben, mit Ausnahme von einem Schnabeltier. Den werde ich aber hoffentlich im Australia Zoo in Brisbane sehen.

Als wir den Park als eine der ersten Leute um 8:30 Uhr betraten, kam uns direkt ein Babykangaroo entgegen. Und es war nicht das einzige, in dem Park wimmelt es von Kangaroos, die frei herumlaufen und die man fuettern darf. Wenn man frueh morgens, wie wir hingeht, sind sie auch noch hungrig. So hungrig, dass sie alle auf dich zugerannt kommen wenn sie das Futter in deiner Hand sehen und auch die Waffel essen, in der man das Futter fuer einen Dollar kaufen kann. Ich uebertreibe nicht, wenn ich sage, dass das einer der suessesten Dinge ist, die ich jemals gesehen habe.

Ebenfalls wimmelt es in dem Park von Koalabaeren. Die meisten darf man aber nicht anfassen. Es gibt extra eine Stelle, wo man Fotos mit einem Koala machen darf und ihn anfassen darf. Tragen, wie im Australia Zoo, darf man ihn aber nicht. :-( Trotzdem sind sie aber unglaublich suess und es macht auch Spass sie von weiterer Entfernung zu beobachten. Das haette ich Stunden lang machen koennen.
Leider muss ich sagen, auch wenn mein Blog Kangarooland heisst, das Koalas und, Ueberraschung, Wombats, fuer die habe ich mich vorher gar nicht interessiert gehabt, die aller suessesten Tiere aus dem Park waren. Und auch tasmanische Teufel, die ihrem Namen absolut nicht gerecht werden, sind unglaublich suess. Natuerlich habe ich Kangaroos aber nicht vergessen, die haben auch ihren Charme :-) Vor allem wenn sie dir die Waffel aus der Hand schnappen und vor deinen Augen verzerren.
Nach etwa zwei Stunden in dem Park, ging es weiter in die Blue Mountains. Unser erster Stopp war am Lincoln Rock, das war einmal ein relativ geheimer Ort, wurde uns von Ronnie erzaehlt, mittlerweile ist er aber Teil vieler Touren und dadurch relativ bekannt. Ausser uns war gluecklicherweise aber niemand da und so konnten wir die Aussicht in aller Ruhe geniessen. Und diese Aussicht ist extrem ueberragend, aber seht fuer euch selbst:
Ich habe mich dank meiner leichten Hoehenangst aber nicht so weit an die Klippe getraut, die zwei anderen Maedels haben sich sogar an den Rand gesetzt.(das eine Bild taeuscht nur, da war noch boden dahinter) Wer weiss, so tollpatschig wie ich bin, ein falscher Schritt und man stuerzt hunderte Meter in die Tiefe. Nein danke, ich mag mein Leben :-)

Weiter ging es zu einem Aussichtpunkt auf die Three Sisters. Das ist sozusagen die Sehenswuerdigkeit, wenn man es als diese bezeichnen kann, ein anderes Wort faellt mir aber leider nicht ein, in den Blue Mountains. Darum wimmelte es dort auch von Touristen. Selbst da gab es Leute, die Selfie Sticks vor Ort verkauft haben. Meinen, den ich zum Geburtstag erhalten habe, habe ich ja leider zuhause vergessen :-(
Im Grunde genommen handelt es sich dabei nur um 3 Felsen. Ihren Namen haben sie von den Aborigines erhalten. Es gibt mehrere sogenannte Dreamtime Stories, weswegen sie nun Three Sisters heissen. Eine davon ist, dass die drei Schwestern von einem Monster bedroht wurden, weswegen ihr Vater sie mithilfe seines Zauberstabs in Stein verwandelt hat. Da das Monster aber nun ihn jagen wollte, verwandelte er sich in einen Lyrebird, ein wunderschoener Vogel, der mit dem Pfau verwandelt sein soll, welcher in den Blue Mountains rumlaeuft. Er soll Toene imitieren, eine Art Mockingjay also :-). Jedenfalls verlor er seinen Stab, als er in eine Hoehle rannte, um sich vor dem Monster zu verstecken, und konnte die drei Schwester nicht mehr zurueck verwandeln. Tut mir leid fuer die schreckliche Zusammenfassung, Ronnie hat das natuerlich viel besser erzaehlt.
Nach einem Mittagessen im Freien, ging es weiter mit unserem Bushwalk. Die Strecke war aber relativ kurz gewaehlt, ich schaetze wegen den Kindern, was mir aber natuerlich nichts ausmachte. :-P Wer mich kennt weiss, dass ich groesste Fan vom Wandern bin. Spass gemacht hat es aber trotzdem. Wir haben ein paar Wasserfaelle auf dem Weg gesehen und an verschiedenen Ausblickspunkten immer wieder einen anderen Ausblick auf die Three Sisters gehabt. Schoen, aber nicht so besonders fand ich die Blue Mountains im Endeffekt. Es hat mich an vielen Stellen einfach zu sehr an den Wald in Deutschland erinnert, auch wenn wir im Regenwald waren. Die chinesischen Kinder fanden das viel interessanter, zum Beispiel das viele Moos oder kleine Eidechsen die wir sahen. Dort einmal hinzugehen lohnt sich aber auf alle Faelle. Und wer weiss, vielleicht gehe ich noch ein zweites mal hin, diesmal aber natuerlich auf eigene Faust. Denn ich waere eigentlich noch gerne nach unten in das Tal, zum Ende des Wasserfalls, gegangen.
Muede und erschoepft, auch wenn die hinterlegte Strecke nicht lang war, machten wir uns gegen 15 Uhr auf den Weg zurueck nach Sydney.
Colourful Trips kann ich aufjedenfall weiterempfehlen, auch wenn es etwas ueberteuert scheinen mag. Die Tours sind aber allgemein glaube ich alle in dieser Preisspanne. Unser Guide hat alles aufjedenfall um einiges spassiger gemacht und ich bereue es nicht, das Geld ausgegeben zu haben.

Das wars von meinem Wochenende, ich hoffe ihr hattet ein genau so schoenes!






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